Sommerliche Dorfidylle nördlich des Polarkreises

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2. August

Wir werden am Flugplatz abgeholt durch Konstantin, unseren Kontakt hier. Die Verbindung war von einem Österreicher aufgebaut worden, der mit seinen Freunden vor Jahren hier Fischen war und davon im Internet berichtete.  

Wir dürfen für die Nacht, die wir noch hier verbringen, in eine gemütliche Holzhütte einziehen, in der wir schon mal von einem Bärenfell begrüßt werden. Wir erkunden den Ort und stellen fest, dass die Leute, trotz der Tatsache, dass hier quasi keine Touristen vorbei kommen, trotzdem recht wenig herzlich oder gastfreundlich, sondern desinteressiert sind. Wir werden kaum angesprochen. Auch hier mögen die Menschen es nicht fotografiert zu werden. Als würden sie sich schämen.  

Die Menschen sprechen ihre eigene Sprache, das Yakutisch. Lyoba meinte, dass die Sprache dem Türkischen ähnlich sei. Hinter vielen Zäunen bellen uns Schlittenhunde erwartungsvoll an. Die Zeit der Huskies kommt aber erst später.   Wir sitzen abends bei Brot und dem Klang meiner Gitarre und erwarten die nächsten Tage. Es wird hier, so weit nördlich, gar nicht mehr dunkel. Sechshundert Kilometer nördlich befinden wir uns von der nächsten Stadt, welche die ist, von der wir losgeflogen sind. Es gibt hier ansonsten nur ein paar wenige verstreute Siedlungen. Wir sind aufgeregt. Eine Reise in die wirklich ferne Wildnis hat von uns noch keiner gemacht. Einfach ist das auch nicht mehr in der modernen Zeit, in der jeder Fleck Erde bereits besiedelt und von einer Touristenagentur beworben zu sein scheint.  

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